Quantenmechanik
Von der Unbestimmtheitsrelation zur Farbe der Tomate
Eine lange Kette aus Kohlenstoffmolekülen gleicht einer Rennbahn für Elektronen. Je länger sie ist, desto geringer die Energie, die ausreicht, um ein Elektron auf ein höheres Niveau (eine "Überholspur") zu heben. Das kann man an der Farbe des ausgesandten Lichts sehen und mit ziemlich elementaren Mitteln ausrechnen.
Diese "Unschärferelation" gilt für alle Schwingungs- und Wellenphänomene. Zu der berühmten Relation der Quantenmechanik wird sie erst im Verein mit der Formel E = hf, welche die Energie eines Lichtquants (Photons) mit seiner Frequenz verknüpft.
Im Oktoberheft haben wir gesehen, wie die heisenbergsche Unschärferelation in Gestalt der Energie-Zeit-Beziehung zum Beispiel den Alphazerfall von Atomkernen und die Reichweite der vier fundamentalen Wechselwirkungen erklären kann. Ein wenig Umrechnen bringt uns nun zu ihrer geläufigeren Form


Norbert Treitz ist pensionierter
Professor für Didaktik
der Physik an der Universität
Duisburg-Essen.
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1. L2 statt L
24.11.2010, Manuel Bittner, Göttingen2. Andere Pflanzenfarbstoffe
18.12.2010, Silke Höhne, LudwigsburgNun zeigt das Bild sechs verschiedene Früchte, von denen jedoch zwei ihre Farbe gar nicht durch Karotin erhalten, sondern durch chemisch von diesem völlig verschiedene Farbstoffmoleküle: Rote Beete wird von Betanin, das zur Gruppe der Betalaine (dies sind stickstoffhaltige Alkaloide) gehört, rotgefärbt, und Erdbeeren erröten durch Pelargonidin, das zur Gruppe der Anthocyane (welche zu den Flavonoiden gehören) zählt.
Da beide Farbstoffe chemisch nichts mit Karotin gemein haben, ist auch nicht verwunderlich, dass sie morphologisch an ganz anderer Stelle in der Pflanzenzelle zu finden sind: Während das als Angehöriger der Terpenoide schlecht wasserlösliche Karotin innerhalb der Pflanzenzelle in Chromoplasten abgelagert vorkommt, sind sowohl Betalaine als auch Anthocyane im Zellsaft der Vakuole gelöst.